Segeln ist eine vielfältige Sportart, die die meisten als Lebensgefühl beschreiben.


Wie bist Du zum Segeln gekommen?

Ich bin auf der Insel Fehmarn aufgewachsen, das Thema Wassersport war somit immer sehr präsent. Mein Bruder ist Bootsbauer und hatte eine Balaton 24. Das waren damals die ersten Kontakte zum Segelsport.

Um ehrlich zu sein fand ich „Dickschiff“ segeln eher langweilig. Ich hatte vorher andere Wassersportarten wie Surfen und Kitesurfen ausprobiert. Mir gefiel dabei „nah am Wasser“ zu sein. Also habe ich, während meines Studiums in Kiel, alle Spi-Trapez Jollenkurse im Segelsportzentrum mitgemacht und so das Segeln richtig kennengelernt.

Hast Du ein Lieblingssegelrevier?

Tatsächlich ist es nach wie vor Fehmarn. Mein Freund und ich haben die Balaton 24 meines Bruders übernommen. Wir sind im Sommer fast jedes Wochenende da. Je nach Windverhältnissen gehen wir dann Segeln, Windsurfen, Stand Up paddeln oder basteln an der alten Balaton.

Wie sieht Dein Tag an einem Segelevent aus?

Ich übernehme bei den Veranstaltungen die Landorganisation. Ich kümmere mich darum die Gäste an Land zu betreuen und eine Schnittstelle zwischen Wasser- und Landprogramm zu bilden. Als Projektleiterin übernehme ich einen Großteil der Planung vor, während und nach einer Veranstaltung.

Wie bist Du zu VelaMente gekommen?

Ich bin eine klassische Quer-Einsteigerin. Ich habe zwei pädagogische Ausbildungen, war während der Zeit viel im Ausland und habe Soziologie und Pädagogik an der Uni in Kiel studiert. Durch einen Job auf der „boot“ in Düsseldorf bin so beruflich in Verbindung mit der Wassersportwelt gekommen und sofort hängen geblieben. Ich freue mich sehr, dass Jonas mir die Möglichkeit gegeben hat VelaMente mit aufzubauen. Manchmal lohnt es sich doch nach rechts und links zu schauen. Ich bin sehr gespannt was wir noch für wilde Ideen haben werden. 

Warum denkst Du, dass mehr gesegelt werden muss?

Segeln ist eine vielfältige Sportart, die die meisten als Lebensgefühl beschreiben. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Einmal hab ich am Steg eine ältere Dame getroffen. Sie erzählte mir, dass sie noch die Segel abschlagen müsste, weil es ins Winterlager geht. Wir haben uns angeregt darüber unterhalten, dass sie schon seit Kindestagen segelt. Zum Schluss sagte sie „Na gut ich muss leider los, mit 83 hat man nicht mehr so viel Zeit.“